Aktuelles

 

Heimatkalender 2020

„Mühlenrauschen am Bieberbach“

 


Broschüre „7 jähriger Krieg im Gleiberger Land“

Bei unserer Sonderausstellung „Siebenjähriger Krieg“ zum 250. Jahr  1759 im Gleiberger Land hatten wir schon ausführlich über diesen Krieg in unserer Heimat berichtet, aber ohne eine Broschüre zu erstellen.  Dies haben wir jetzt im  260. Jahr nachgeholt.

Nach der verlorenen Schlacht der Franzosen Anfang August 1759  bei Minden zogen die sich in ihre Festung Gießen zurück. Die alliierten  Truppen unter dem Preußischen Heerführer Prinz Ferdinand von Braunschweig folgten diese den Franzosen und zogen Mitte Sept. in unserer Heimat von Hermannstein bis zur Badeburg mit zirka 50.000 Soldaten ein und machten hier Quartier bis zum 4. Jan. 1760. Zu dieser Zeit war es üblich, dass die belagerte Bevölkerung die Soldaten zu verköstigen hatte.  Das bedeutete die einheimische Bevölkerung erlitt große Not, Hunger, Krankheit,  Elend und Tod.

Zu dieser Zeit hatte das Kirchspiel Rodheim mit Vetzberg, Bieber und Fellingshausen knapp 700 Einwohner und eine Sterberate von zirka 25 Personen im Jahr. Neben dem Hunger gesellte sich noch die Rote Ruhr hinzu.  Bereits in 1759 hatte das Kirchspiel 94 Sterbefälle und in 1760 nochmal 123  in Summe  217. Dies bedeutete, dass  mehr als ein Viertel der Bevölkerung  in den beiden Jahren verstarb. Dies waren mehr Opfer im Kirchspiel als im II. Weltkrieg. Während er Belagerung kann es Gott sei Dank nicht zu kriegerischen Auseinandersetzungen.

Der Rodheimer Pfarrer schrieb am 30 Dez. 1759 ins Kirchenbuch: Selig sind die Toten, die in dem Herren sterben bei dieser bekümmerten Zeit, wahrlich nicht kläglicher sein könnte, da Wälder und Felder, Haus und Hof und alle Nahrungsmittel verheert und verstört, fouraggiert und den Leuten weggenommen und nichts als das Leben und nichts dazu gelassen wird. Herr erbarme dich unser.

Diese Broschüre, die wir für 10,-€ anbieten, dient nicht nur  unserem Geschichtsbewusstsein, sondern soll  auch immer wieder zum Frieden mahnen.

Bei der Gestaltung haben federführend mitgewirkt:

  • Dr. Peter Mayser
  • Karl-Heinz Reeh
  • Manfred Schmidt aus Wettenberg
  • Jutta Failing
  • Elke Lepper
  • Helmut Failing

 

Die Broschüre ist immer während der Öffnung des Heimatmuseums und auch am Biebertaler Weihnachtmarkt am 15. Dez.  sowie im Geschäft Altena erhältlich.


Eisenbahnwagen für Bieberlies-Industriedenkmal

Nach über dreijähriger intensiver Suche in Deutschland und im benachbarten Ausland, ist es gelungen einen passenden Personenwagen  für die Bieberliesgleise an der Hof Schmitte zu erwerben. Im Frühjahr 2020 erhält der Heimatverein einen gut erhaltenen Wagen aus der Schweiz.  Nach dem Transport nach Biebertal erhält der Wagen einen olivgrünen Anstrich, wie die ehemalige Biebertalbahn. Zum Schutz vor Vandalismus wird der Wagen mit einem feinen Mattenzaun geschützt. Da der Wagen keine Sitze mehr hat, besteht die Möglichkeit das Innere für eine Ausstellung zur Biebertalbahngeschichte herzurichten. Zu bestimmen Anlässen, wie  z.B. Tag des offenen Denkmals, könnte dann der Wagen für die Öffentlichkeit  zugänglich sein.

So soll der Wagen dann aussehen.

Foto: retuschiert,  Fotofreunde Krofdorf-Gleiberg, Horst Seidel


Lange Nacht 2019

Am Samstag, den 21. Dez.

Größte Veranstaltung des Heimatvereins Rodheim-Bieber im Jahreslauf:

“Lange Nacht” im das Rodheimer Bürgerhaus unter dem Motto “Gestern – Heute -Morgen“ gefeiert –   150 Besucher erlebten vielfältiges Programm mit  Gesang, Theaterszenen, Rock’n-Roll, der Musikgruppe „Brummtopf“ und dem „Singenden Postboten Gerhard Fay

Mit  Gesang, Theaterszenen, Rock’n-Roll, dem „Brummtopf“ und dem „Singenden Postboten Gerhard Fay präsentierte der Heimatverein Rodheim-Bieber eine vielfältige „Lange Nacht“ im großen Saal des Rodheimer Bürgerhauses. Der Vorsitzende des Heimatvereins Rodheim-Bieber, Helmut Failing, konnte dazu 150 Besucher, darunter Bürgermeisterin Patricia Ortmann, Parlamentsvorsitzende Elke Lepper sowie Vertreter der Gemeindegremien und Vereine sowie Abordnungen aus den Nachbardörfern, herzlich begrüßen. Um die längste Nacht es Jahres ranken sich viele Bräuche und Geschichten, auch um die Spinnstube. – Die Jugend traf sich im Winter wöchentlich in den Wohnungen zu den Spinnstuben und die Mädchen sponnen meist an ihrer Aussteuer. Am Abend zur „längsten Nacht“, am 21. Dezember,  trafen sich die  Spinnstubengesellschaften ausnahmsweise in einer Gastwirtschaft. Bei Musik und Gesang feierten sie bis in den nächsten Tag hinein. Gesponnen wurde an diesem Tag nicht. – Das Programm bot Brauchtum und den Dialekt in unterhaltsamer Weise.  – Gekonnt und humorvoll führte Ingo Pfaff durch das gut dreistündige Programm..

– Charmant und mit viel Temperament trat die Rock’n-Roll-Gruppe der Spiel-Vereinigung Frankenbach (Einstudierung Diana Haas) auf.

– Die erste  Theaterszene „Stammtisch im Himmel“ setzten in Nachthemden gekleidet die Stammtischbrüder von 1915 der Gastwirtschaft Germania in Bieber, verkörpert durch Karl Ruppert als Heinrich, Sigurd Bremer als Otto, Helmut Failing in der Rolle des Konrad, und Klaus Rüspeler als Karl sowie Marie Reinhardt in der Rolle der Wilhelmine in Szene.

Sie ließen die vom Himmel „beobachteten“ Ereignisse in Biebertal Revue passieren. Dazu gehörten das Thema „die Umgestaltung von Hof Schmitte in ein „Boutique-Hotel“, der neue „Edeka-Markt“, die geplanten Wohnungen und die Tagespflege auf dem „Adnreese-Areal“ sowie der fehlende Personenwagen auf dem Bieberlies-Erinnerungs-Areal, der aber nun im Frühjahr kommen soll.

– Der Singende Postbote Gerhard Fay, am Akkordeon begleitet von Horst Schepp, begeisterte  mit seiner ausdrucksstarken Stimme die Besucher mit „Jeder Tag ist ein Geschenk“, „Bajazzo“, „Die Sonne“ von Karel Gott und weitern Songs.

 

– Die Musikgruppe Brummtopf (Krofdorf-Gleiberg, Leitung Wolfgang Penzl in historischen Trachten mit Liedern aus dem 14. bis 19. Jahrhundert spielte auf  und erfreute u.a. mit „Kein schöner Land“, „Die Gedanken sind frei“ und „Kein Feuer, keine Kohle“.

– „Nach der Pause erzählte Heinz-Ludwig Mehl als Publikumsbeitrag die Story von der „Aale Bousicher Feuerwihr“.

– Bürgermeisterin Patricia Ortmann war dann in der „Dialektschule“ der Spinnstube der Wollspinngruppe des Heimatvereins zu Gast und legte die Zwischenprüfung mit Bravour  bei Helmut Failing in Mundart ab, um als Rathauschefin auch Platt verstehen zu können. Dafür gabs ein Zertifikat. Helmut Scharnagel spielte dazu auf der Drehorgel.

– Die „Musikgruppe Brummtopf“ erfreute im zweiten Teil mit weihnachtlichen Weisen wie „Herbei oh ihr Gläbuigen“ und „In der Weihnachtsbäckerei“. – Danach brachten Inge Mohr als Mutter, Marie Reinhardt als deren Tochter sowie die Frankfurter Ärztin Dr. Gloria van Tassel, verkörpert durch Dr. Jutta Failing, die „Zeitreise 1911“ auf die Bühne. Van Tassel als resolute und emanzipierte Frau von Welt, die mit dem Fahrrad nach Rodheim gekommen war, war dort ihr „Velociped“ abhandengekommen. Die Kirmesburschen hatten es als „Dumm-Buben-Streich im „Dunghaufen“ vergraben…

– Den Schlusspart bestritt der Singende Postbote Gehard Fay mit einem bunten Strauß Weihnachtslieder, darunter die „Christrose“, „Weihnachten wie’s früher war“ und das „Ave Maria“. Auch dafür gab es viel Applaus. Der traditionelle Eierfannkuchen mundete. – Die Texte der Theaterszenen mit kreativ-historischem Bezug stammten wiederum aus der spitzen Feder von Helmut Failing und die „Zeitreise 1911“ kreierte Dr. Jutta Failing.

Der Singende Postbote, begleitet von Hort Schepp,  und die Besucher der Langen Nacht sangen zum Schluss gemeinsam  „Oh, du fröhliche, oh du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“ und stimmten sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Damit klang die 2019er Lange Nacht stimmungsvoll aus. Helmut  Failing dankte allen Akteuren und Helfern vor und hinter der Bühne für ihren Einsatz und Eberhard Günther und Team für die Tontechnik.

Text und Fotos: Klaus Waldschmidt


60. Sonderausstellung im Heimatmuseum Rodheim-Bieber

Malerei Kornelia  Wack- Wattenbach &  Bernd Goecke

Ab Sonntag, 26.01.2020, Eröffnung um 17 Uhr, stellen Kornelia Wack-Wattenbach und Bernd Goecke, beide aus Bieber ihre Bilder aus.

Die Ausstellung ist geöffnet bis zum 19. April 2020 jeweils sonntags von 15.00 bis 17-.00 Uhr.

Kornelia Wack-Wattenbach  beschäftigt sich seit 2005 mit der Malerei, anfänglich in Aquarell, in Verbindung mit Mischtechnik und Collage. Heute bevorzugt sie die Acrylmalerei mit experimentellen Anteilen. Zeichnerische Elemente und verschiedenste Materialien werden wechselnd mit einbezogen. Sie ist seit vielen Jahren Schülerin des Laubacher Malers Josef Krahforst. 2009 beginnt sie ein berufsbegleitendes Studium der Malerei und Grafik in Bochum, 2012 – 2015 Besuch der Meisterklasse bei Andreas Christ, 2015 Abschluss mit Diplom.
In ihrer Malerei gewinnen Abstraktion und Intuition zunehmend an Bedeutung. Sie bringt ihre Sichtweise von Landschaften, Blumen, Menschen zur Darstellung, angelehnt an den Moment ihrer Stimmung. So ermöglicht sie dem Betrachter, die Welt von einem anderen Winkel aus zu betrachten.

  Bild: Kornelia Wack-Wattenbach

In dieser Ausstellung zeigt sie schwerpunktmäßig die thematische Verbindung zum Thema „Heimat“, ihrem Heimatort Biebertal.

Bernd Goecke malt am liebsten großformatige Bilder. Er bevorzugt die Malerei mit Öl- und Acrylfarben. Ab 1975 beginnt er neben seinem Studium eine künstlerische Ausbildung in privaten Ateliers, Werkstätten und VHS. Auch ist er Gasthörer an der Hochschule der Künste in Berlin. Schon in Berlin stellt er in einigen Galerien aus.

Seit 1993 wohnt er in Biebertal.
Pressefotos und literarische Texte bilden oft die Grundlage seiner Bildideen.

  Bild: Bernd Goecke

Meist steht der Mensch in der Auseinandersetzung mit seiner ideellen und materiellen Umwelt im Mittelpunkt seiner Malerei. Die Größe seiner Bilder lässt ein Hineinversetzen in das Szenarium zu.

Text: Brigitte Heer-Dudenhöfer


Jahreshauptversammlung am Freitag, den 6. März  19.00 Uhr im Rodheimer Bürgerhaus


Biebertaler Ostermarkt am 22. März im Rodheimer Bürgerhaus


Osterwasser holen 1. Osterfeiertag  12. April


Sonderausstellung Kirmesgeschichte Rodheim & Bieber 10. Mai 17.00 Uhr


Biebertaler Museumstag am 17. Mai